Schmerzkliniken
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SCH MERZTHERAPIEZENTRUM
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Handlungskonzepte erfolgreicher Schmerzkliniken

Schmerzkliniken bieten eine ganze Fülle von Therapieverfahren an. Insbesondere hat die Erfahrung gezeigt, dass bei chronischen Schmerzen oft nur eine intensive Therapie mit gleichzeitigem Einsatz verschiedener Therapieverfahren den erwünschten Erfolg bringt. Man kann das vergleichen mit Menschen, die einzeln versuchen, ein Auto zu schieben. Dies wird nicht gelingen. Wenn diese aber zusammen das Auto schieben, wird es sich bewegen. Daher ist immer eine Kombination verschiedener Therapieverfahren sinnvoll, also eine sog. multimodale Schmerztherapie. Diese müssen individuell für den Patienten und je nach Stadium der Behandlung immer wieder neu zusammengestellt und aufeinander abgestimmt werden.

Die Methoden moderner Schmerzkliniken im Einzelnen:

· Therapeutische Lokalanästhesie

Bei der therapeutischen Lokalanästhesie werden (möglichst lang wirkende) örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) (z. B. Bupivacain) an bestimmten Körperstellen eingebracht. Für die Injektionen werden sehr feine Nadeln verwendet, was von der Empfindung her dem Setzen von Akupunkturnadeln ähnelt. Die Betäubungsmittel werden entweder in die schmerzende Stelle (Infiltrationen) oder direkt an den schmerzleitenden Nerv gespritzt (Nervenblockade). Im speziellen Rahmen einer stationären Behandlung in Schmerzkliniken ist es möglich, über mehrere Wochen diese Therapie tgl. bis mehrfach tgl. durchzuführen. Wird die Methode dagegen nur alle paar Tage ambulant angewendet bleibt der gewünschte Erfolg in aller Regel aus.

In wenigen Schmerzkliniken ist auch die Anlage eines Katheters zur Durchführung kontinuierlicher Blockaden mittels mehrfacher Injektionen tgl. an Nerven oder Nervenstämme möglich. Dieses ermöglicht eine noch bessere und komplettere Therapie im o. g. Sinne.

Die therapeutische Lokalanästhesie hat eine deutliche Durchblutungssteigerung zur Folge (Sympathikolyse), zudem kommt es zu einer deutlichen Muskel entspannung im Bereich der Behandlung. Ein ganz besonders wichtiger Effekt ist der auf die Nervenzelle selber. Die Schmerznerven werden nämlich automatisch durch anhaltenden Schmerz immer überempfindlicher. Durch die wiederholte therapeutische Lokalanästhesie erlangen sie wieder eine normale Erregbarkeit. Dieses führt in aller Regel zu einer anhaltenden Schmerz linderung, besserer Beweglichkeit, besserer Beübbarkeit für die Krankengymnastik und Besserung bzw. Optimierung des örtlichen Stoffwechsels.

· Analgetikatestung

Analgetika (= Schmerzmittel) werden von Schmerzkranken oft in ungünstiger Kombination eingenommen. Das hat häufig Nebenwirkungen wie Magen schmerzen, Verstopfung, Müdigkeit und Nieren- und Leberschädigungen zur Folge. Um dieses zu vermeiden ist eine auf die Person und seine Vorerkrankung abgestimmte Testung verschiedener Schmerzmittel notwendig. Dieses auch, da oft die Schmerzen nach einer gewissen Zeit nicht mehr prompt auf Schmerzmittel ansprechen. Häufig ist viel Erfahrung notwendig, um anhaltende Schmerzen effektiv und nebenwirkungsarm in den Griff zu bekommen.

· Akupunktur (Schmerzakupunktur)

Die Wirksamkeit von Akupunktur ist für einige Krankheitsbilder, insbesondere bei Knie- und Rückenschmerzen breit nachgewiesen worden. Bei anderen Schmerzerkrankungen ist sie aber ebenfalls sinnvoll in Kombination mit anderen Verfahren anzusetzen. Akupunktur ist vor allen Dingen fähig, Muskelverspannungen zu lösen, Schmerzen zu lindern und unterbewusste Funktionen wie Schlaf, Schwitzen, innere Unruhe u. ä. positiv zu beeinflussen.

· Physiotherapie und physikalische Therapie

Unter Physiotherapie bzw. physikalischer Therapie versteht man Krankengymnastik im Einzel- und im Gruppenrahmen, auch mit Hilfe von Geräten. Diese kann verschieden ausgerichtet sein. Bei chron. Schmerzpatienten ist die Förderung der Selbstwahrnehmung und Koordination sowie die Erkennung von Vermeidungsstrategien des Körpers und ihre Behandlung vorrangig notwendig. Erst dann kann eine sinnvolle Kräftigung der Muskulatur erfolgen. Sehr gut ergänzt wird die Krankengymnastik durch Anwendungen wie Massagen, Lymphdrainagen, Fußreflexzonenmassagen und verschiedenen physikalischen Anwendungen wie Elektrotherapie, Wärmetherapie, Magnetfeldtherapie (pulsierende Signaltherapie) und Hochtontherapie.

TENS-Gerät- / Interferenzstromgerät- Testung
Diese Geräte sind kleine Elektrotherapiegeräte für den Handgebrauch. Mittels einer elektrischen Gegenstimulation ist es oft möglich, schmerzlindernd zu wirken. Sehr vorteilhaft ist, daß ein TENS-Gerät über die Krankenkasse verordnet werden kann und keine Nebenwirkungen bekannt sind.

· Psychologische Verfahren

Psychologische Verfahren zielen in der speziellen Schmerztherapie nicht auf die Erkundung von Kindheit und ähnlichen Faktoren ab, wie es oft vermutet wird. Es geht hingegen darum, die Schmerzen bewusst durch erlernte Techniken wie z. B. Entspannungsverfahren zu vermindern. Hierzu stehen verschiedene Entspannungsverfahren wie Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung nach Jacobson sowie Hypnose -Verfahren zur Auswahl.

In diesem Kontext kann auch der Einsatz eines Biofeedback -Gerätes sinnvoll sein. Hier werden an bzw. über einen Computer eine oder mehrere unbewusste Körperfunktionen wie Temperatur, Muskelspannung oder Atemfrequenz zurückgemeldet und damit der Entspannungszustand sichtbar. Mit Hilfe dieses Gerätes kann man die erlernten Entspannungen überprüfen und bewusst vertiefen.

Auch sollten Schmerzkliniken die Möglichkeit für psychologische Einzelgespräche haben und ein Schmerzbewältigung sprogramm in der Gruppe anbieten. Hier können typische Zusammenhänge zwischen Schmerzen und Faktoren wie Aktivität, Stress, sozialem Rückzug, Depressionen und anderem erklärt und erörtert werden. Im Einzelgespräch können persönliche Konstellationen besprochen und verbessert werden.

Wirklich wichtig ist, dass die Methoden von einem erfahrenen Therapeutenteam durchgeführt werden, die sich auch regelmäßig übereinander besprechen und die Zeit haben, sich mit dem Schmerzkranken umfassend auseinander zu setzen.

Schmerzthemen im Internet

Vom Schmerztherapiezentrum:  www.schmerzklinik.com/schmerzthemen

Von der Schmerzklinik am Arkauwald: www.schmerz.com/schmerzen/schmerzthemen

Impressum    Aktualisiert: >30.04.2009</> kusb&

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